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…in der kleinesten Hütte Karre : )Platz

Tageskind: Was iss das?
Lotti: Das iss Liederbuch
Tageskind: Mussu singen
Lotti: Kannichnich
Tageskind: kannst du das Lied singen?
Lotti: Hassu singen (hab schon gesungen)

Und der Spruch des Tages:
Wir haben das Selbe wie ich
übersetzt: Wir haben beide das Selbe

Gesund sind wir zwar noch nicht, aber auf dem besten Wege dorthin.

Die Sonnenstrahlen locken uns nach draußen, um sie in uns aufzusaugen. Ach ist das schön die ersten Narzissenknospen zu entdecken, bei der Beetpflege trifft man Käfer & co und einen Zitronenfalter haben wir auch schon gesichtet, herrlisch!!

Mein Tagesmütterkurs ist nächste Woche beendet – ist das Jahr auch schon rum…dann könnt ihr mich qualifizierte Tagesmutter nennen :-)

Übrigens bin ich total überwältigt, was 2-jährige sich in ihrem bisher doch eher kurzen Leben alles schon gemerkt haben. Lotti  weiß noch, dass der Rasenmäher von Pabba laut ist, mit wem sie im letzten Sommer eine Kutschfahrt gemacht hat, dass wir ihren Eisbär vor etwa einem halben Jahr Bruno genannt haben usw. usw. „VOLL FETT!!“ (<– Lotti)

Und was für Emotionen und Gefühle sie aufnehmen und vor allem auch ausdrücken können, vom Sprechen ganz zu schweigen, man man lernen die Zwerge schnell!

So, wir gehen gleich die Zirkustiere besuchen.

Wie ich in Zukunft mein Geld verdienen will muss, steht noch ein wenig in den Sternen. Das T-Shirt-Projekt läuft, aber davon werde ich unseren Lebensunterhalt nur wenig finanzieren können. Also Standbeinidee Nr. 2 - Tagesmutter. Aber will ich wirklich mehrere Kinder den ganzen oder halben Tag zu Hause hüten? Kaum rauskommen, kaum Kontakt zu anderen (erwachsenen) Menschen haben? Nach Feierabend erstmal aufräumen, um dann weiterhin zu Hause zu sein? Eigentlich nicht so wirklich…

Hatte heute Vormittag ein Gespräch in – hm, ich nenne es mal öffentlicher Einrichtung – und mir wurde angeboten dort als Tagesmutte zu arbeiten. Ob es zu einer Festanstellung kommen könnte ist nicht sicher (ich gehe einfach mal nicht davon aus) und Dinge wie zeitlicher Rahmen, versicherungstechnische Dinge und Verdienst sind noch zu besprechen, aber vom Grundding klingt es ganz interessant.

Nun muss ich mir mal Gedanken darüber machen in welchem Zeitrahmen ich meinen Dienst anbiete – sollte ja mit Jannes Tagesablauf irgendwie vereinbar sein. Den kann ich auch gerne etwas umstellen, aber morgens um sieben möchte ich da noch nicht auf der Matte stehen, halb acht würde reichen ;-)

In dieser Einrichtung werden Babykurse, Kinderkurse und Erwachsenenkurse angeboten und vielleicht benötigt die ein oder andere Mutti Betreuung für ihr erstes Kind, während sie mit Kind 2 einen Kurs besucht. Oder eine andere Mutti braucht immer Di und Do Vormittags jemanden, der aufpaßt…

Ich hoffe von diesen Müttern wird es eine Menge geben und es läßt sich alles in einen vernünftigen zeitlichen Rahmen quetschen. Und was verdiene ich dann, wenn ich meine Versicherungen, Rente und Krankenkasse abziehe? Das wird sich zeigen. Ich sehe es einfach mal als große Chance mit Kindern zu arbeiten, mein Kind mitzunehmen und irgendwie die Finanzlücke zu schließen.

Also – kräftig Daumen drücken bütte!

Nun ist Janne schon fast 21 Monate alt. Wie schnell die Zeit vergeht! Bald ist die Elternzeit vorbei – und was mache ich dann? Erstmal ein Jahr verlängern würde ich sagen. Und dann sehen wo das Geld herkommt. Ab Januar ist Schluss mit Elterngeldzahlungen, dann heißt es Geld verdienen… Mit meinen T-Shirts bin ich noch nicht weitergekommen, das werde ich in Angriff nehmen. Ein Tageskind habe ich auch noch nicht, aber ich bin dabei meine 30 Stunden abzuhospitieren, die ich für die Qualifizierung brauche (nebenbei – was ist der Unterschied zwischen Qualifizierung und Qualifikation? muss ich mal nachgoogeln nachher). Habe eine Woche lang Praktikum im Kindergarten gemacht und – was soll ich sagen? Es war großartig! Mir hat die Arbeit mit den kleinen Menschen soooo viel Spaß gemacht und ich habe eindeutig meinen Beruf verfehlt. Das könnte ich immer machen!

Den fehlenden Teil der Hospitationsstunden absolviere ich in einem Maxiclub, wo ca. 10 2-jährige rumflitzen und so nach und nach ohne ihre Mami dortbleiben sollen. Ist auch ganz süß, aber mit den Kindergartenkindern konnte man sich so toll unterhalten. Und was waren da für Schlaumeier dabei, unglaublich!

Nun grübel ich, ob sie eine Umschulung lohnen würde oder ob ich sonst irgendwas mit Kindern machen könnte, auch ohne Umschulung. Als Tagesmutter ist man ja doch meist zu Hause und kann berufliches und privates nicht so trennen, ich weiß nicht so genau, ob ich das auf Dauer gut finde… aber das wird sich zeigen!

Janne fängt langsam an 2-Wort-Sätze zu bilden. Momentan beschränkt es sich auf: Nanne auch, Pabbo auch, Mami auch, Oma auch, Nöan auch. Neulich sagte sie sogar Mami kommal (zähl ich mal als ein Wort)… es wird langsam! Bzw. ganz schön schnell… was die kleine Dame sich so aneignet momentan, immer wieder benennt sie neue Sachen und sagt was sie haben möchte, ich bin immer wieder erstaunt!

So, gleich geht es zum Turnen… vorher checke ich jetzt mal den Quali-Unterschied ;-)

Ab spätestens Januar möchte ich das wegfallende Elterngeld als Tagesmutter ausgleichen. Heute durfte ich schon mal üben. Janne´s Freundin Hedda war vormittags ohne Mama und Papa zu Besuch und es hat prima geklappt. Und mit etwas Übung fürs Kind und für mich, wird es wohl auch möglich sein den Haushalt ganz normal weiter zu führen. Wie schön die Beiden schon miteinander spielen… Zur Musik haben sie sich an den Händen festgehalten und im Kreis getanzt. Sooo niedlich – bis beide hingeflogen sind und das Geschreie groß war. Morgen darf ich nochmal üben und ich bin mir sicher, dass es genau so nett wird wie heute!

Heute sollte eigentlich jemand vom Jugendamt kommen, um sich die zukünftigen „Betreuungsräume“ anzusehen. Wir haben ein bißchen aufgeräumt und nochmal durchgesaugt und dann ruft die Tante an, ihr sei was wichtiges dazwischen gekommen. Hallo? Denkt die ich sitze den ganzen Tag zu Hause und warte darauf, dass was Spannendes passiert? Ob ich heute Nachmittag Zeit hätte? Nein!
Ob ich morgen Nachmittag Zeit hätte? Nein! Oder Dienstag vormittag? Nein!

Nagut… morgen 14 Uhr würde gehen…
Bin mal gespannt was die so für Fragen stellt und für wie viele Kinder ich eine vorläufige Pflegeerlaubnis bekomme…

Gestern war wieder Treffen. Wir haben gelernt was man so verdienen kann als qualifizierte Tagesmutter. Ist ja nicht viel, wenn man die Betriebskostenpauschale wieder abzieht. Zum Glück ist diese Pauschale recht großzügig berechnet, so dass in „echt“ doch etwas mehr übrig bleibt.
Dass man damit nicht reich wird, wusste ich vorher.
Nun bin ich auch darüber informiert, ab wann man die Kranken- und Rentenversicherung selbst zahlen muss und wie viele Kinder ich betreuen muss, um das fehlende Elterngeld ab Januar ´09 auszugleichen. Gelernt habe ich, dass man durch privat vermittelte Kinder mehr übrig hat, als wenn man Kinder vom Ju.gendamt übernimmt. Aber wer weiß, ob jemand sein Kind zu mir geben möchte oder ob man sich das leisten kann in der heutigen Zeit. Dann muss ich noch einen Zusatz in der Haftpflichtversicherung abschließen und eine extra Unfallversicherung und gewisses Einkommen muss man am Ende des Jahres versteuern und und und. Gar nicht so einfach. Wenn man angestellt ist, kümmern sich ganze Abteilungen um so etwas. Aber das krieg ich schon hin wenn es soweit ist.
Nun brauche ich ein polizeiliches Führungszeugnis, ein ärztliches Attest und einen Bewerbungsbogen muss ich ausfüllen. Dann kommt irgendein Sozialheini (hab die Bezeichnung vergessen) vom J.amt vorbei, der dann guckt, ob wir genug Platz haben und dann bekomme ich eine vorübergehende Pflegeerlaubnis. Naja, und dann werd ich mal einen Aushangzettel vorbereiten und mich auf die Suche nach kleinen süßen Spielkammeraden für Lotti machen.

Gestern war das erste Treffen. Der erste Eindruck: „Ach du Schreck, was sind das denn für Frauen“? Der zweite Eindruck: „Naja, die Hälfte ist bestimmt ganz nett, die andere Hälfte… räusper… naja“. Der dritte Eindruck: zweiter Eindruck bestätigt und wir werden sicher viel Spaß haben!
Habe gleich etwas Neues gelernt: Seit einem neuen Gesetzesentwurf darf keine Tagesmutter mehr ohne Qualifizierung arbeiten. Habt ihr das gewusst? Einige haben sich also zu dem Kurs angemeldet, um diese Qualifizierung nachträglich zu erwerben, einige sind Neulinge – so wie ich.
Die „Leitungsdame“ war sehr nett, typische Sozialpädagogin würde ich sagen, um einfach mal eine Schublade aufzuziehen. Sie fragte nach wie wir denn vorgegangen seien, um Fahrgemeinschaften zu bilden :-)
Wir sollten uns mit einer typischen Geste oder einer zu nennenden Eigenschaft vorstellen. Gut, dass wir unseren Namen nicht tanzen mussten ;-)
Auf jeden Fall freue ich mich auf das nächste Treffen – ein Ganztagestreffen – und bin gespannt was uns so erwartet und ob sich meine Einschätzungen der anderen Ladies bestätigt – eigentlich hab ich ne ganz gute Menschenkenntnis.