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Nach 14 Tagen gefällt es Fräulein Lottmann noch immer gut im Kindergarten. Wunderbarst, Mama ist zufrieden.
Doch inzwischen ist es für mich gar nicht so einfach. Während ich bisher fast immer mit ihr zusammen war – oder sie bei jemandem war, der mir hinterher berichtet hat, was sie so gemacht hat – weiß ich es nun nicht mehr. Und das ist doch eine Umstellung. Sie ist nun 4 Stunden alleine, singt, bastelt, spielt oder macht irgendwas anderes – sie ist aber noch zu klein, um hinterher zu erzählen was sie so gemacht hat. Eine ganz neue Erfahrung für mich. So wächst man mit dem Kind!
Ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich immer froh bin, wenn ich sie abhole und sehen wie sie zwischen den anderen Kindern rumwuselt und sehe, dass es ihr sehr gut geht. Und noch froherer bin ich, wenn ich sie wieder mit nach Hause nehmen kann (und an den drei Tage an denen ich abends arbeite, könnte ich mich eine Ewigkeit neben die kleine schlafende Maus setzen udn sie einfach nur angucken wenn ich nach Hause komme – am liebsten würde ich sie dann wecken und ihr sagen was für ein großer Fan ich von ihr bin)
Meine Tochter knüllt ein ordentliches Stück Toilettenpapier zusammen, steck es sich zwischen die Pobäckchen und ruft:
Guck mal Mama, ich bin ein Häschen – hab einen Puschelschwanz!!
Sprachlos schaue ich sie an… irgendwie hat sie recht
… so schnell vergeht die Zeit. Habe gerade meine Fotos von August bis zurück in den Februar angeschaut und habe mal wieder gemerkt, wie groß unsere Tochter schon geworden ist. Sie ist schon so schlau und kann so toll reden, geht fast immer auf die Toilette und das allertollste ist die Fähigkeit Dinge zu beobachten und Zusammenhänge zu begreifen bzw. selbst zu verbinden. Neulich hat sie ihre Haarspangen in den ausgeschalteten Staubsauger gesteckt, guckt mich an und sagt grinsend: Alles weggestaubt
Sie hat auch ganz genaue Vorstellungen wie die Dinge so laufen oder laufen sollen.Und wenn es nicht so ist, wird so lange diskutiert oder umgeändert, bis es in ihre heile Welt passt. Das Marmeladenglas muss immer gleich wieder zugedreht werden, auch wenn man noch nicht fertig ist mit dem Essen, sie ganz alleine rührt das Kakaopulver in die Milch, die Sandalen darf auch nur sie selbst zumachen, denn das kann sie schon alleine, Mama darf nicht auf Papas Stuhl setzen und umgekehrt, es sei denn man fragt sie vorher, ob man vielleicht mal eine Ausnahme machen darf usw.
Je unabhängiger und selbstständiger sie wird, desto mehr liebe ich sie!
Bestimmt könnte ich noch 1000 kleine Beispiele schreiben warum sie so klasse ist, aber alle Eltern werden wissen wie es ist und wie wundervoll die eigenen Kinder sind!
…mit der kleinen Dame des Hauses.
Neulich morgens kroch Lotti mit in mein Bett, zum Schlafen hatte ich ein etwas weiter ausgeschnittenes T-Shirt an und dementsprechend sah man den Busen etwas.
Lotti fragte daraufhin: „Mama, wo ist eigentlich mein Busen?“ und guckt an sich runter…
Gestern am Strand schaute sie unter Omas halb gehobenen Arm und entdeckte wohl einige Stoppeln und fragte: „Hassu auch Haare? Kannichmaguckn?“
Und heute Mittag kamen die ersten Male „Warum-Fragen“, aber gleich mit der passenden Antwort ihrerseits hinterher: „Weil das so ist.“ Praktisch, so brauchte ich gar nichts sagen
Ich glaube ja auch, dass sie mit Warum-Fragen bisher nichts anfangen konnte. Immer wenn ich irgendwas mit „warum“ gefragt habe, bekam ich nie eine Antwort. Mal sehen ob sie dem mysteriösen Wort nun auf die Schliche gekommen ist…
…in der kleinesten Hütte Karre : )
Fragten wir uns während wir in der Küche saßen. Es ist so verdächtig ruhig. Hier die Antwort:
Die weißen Flecken sind vom Massage-Creme-Öl, welches Fräulein Lottmann ganz sorgfältig und gleichmäßig im Wohnzimmer verteilt hat. Inkl. Sofa, Teppich, Heizung, Sitzklopps usw. Vor Schreck wäre ich fast in Ohnmacht gefallen.
Auf dem anderen Bild seht ihr ihr erstes Tatttttoooooo, cool was?
Also wenn es mal eine Neuverfilmung von Emil Michel aus Lönneberga geben sollte – vielleicht so 2 Jahre älter, dann könnte Fräulein Lottmann auf jeden Fall seine Schwester Ida spielen, aber seht selbst:

Kaum hatte ich mich entschlossen erstmal nicht zu bloggen passieren ständig Dinge, die bloggenswert wären… also schreib ich doch weiter.
Es fing gleich morgens an… Mama ging aufs Örtchen und Fräulein Lottmann saß am Frühstückstisch. Soweit nichts ungewöhnliches. Nur dass man keinen Mucks von der kleinen Dame hören konnte. Doch als ich sie sah war es gar nicht so merkwürdig, denn mit ca. 3kg Kakaopulver im Mund kann man gar nicht reden…

An diesem Tag bedarf es dringend einer Mittagsstunde, denn am vorherigen Abend lag Mama um 22Uhr in der Wanne – schön entspannen… Fehlanzeige. Fräulein Lottmann kam ins Bad und wollte mitbaden. Naja, wenn sie eh nicht schläft… Das Ende vom Lied war, dass die ganze Familie zum nächtlichen Bad in der Wanne saß. Und eben aus diesem Grund sollte das Kindchen eine Schlafpause machen.
Nach einem Ermahnen war auch wieder Ruhe oben, doch etwas später hörte ich oben wieder kleine Mäuseschritte. „Was ist denn da oben los?“ – Wau wau war auf dem Wickeltisch – unerreichbar. „Und muss pischern“ klang es. Also stapfte das Muttertier nach oben und traute ihren Augen nicht:
Fräulein Lottmann hatte Hose, Body und Windel ausgezogen und ca. 6 mal ins Beddi gepullert inkl. auf Decke und Kissen, zweimal auf den Teppich und ein mal auf die Spielmatte. Das sind die Momente, die Muddi fast zusammenbrechen lassen. Warum sagt das Kind nach dem ersten oder zweiten Malör nicht Bescheid? Seufz… Mittagsstunde war natürlich vorbei und ich habe die komplette Kinderzimmereinrichtung in die Waschmaschine verfrachtet.
Faszinierend! Kinder lernen sprechen ganz von alleine. Man muss gar nix machen, außer sich mit ihnen zu unterhalten.
Am Wochenende wollte ich mich mit einem Bekannten unterhalten, der in einem Bierzelt auf einem Reittunier arbeitet. Janne wollte nicht mit rein und sagte ganz lässig „Ich warte hier“ Huch dachte ich… und sie hat es genau so gemeint. Sie blieb stehen und rief irgendwann „Mama, rauskomme!“
Erst waren es nur einzelne Wörter, dann einige wenige aneinandergereihte Wörter und inzwischen spricht Lotti Lottmann in ganzen Sätzen. Zwar nicht immer und auch nicht immer ganz richtig, aber schon ganz wunderbarst! Und es wird jeden Tag besser. Ich komme gar nicht mehr hinterher mir die Fortschritte aufzuschreiben.
Vorhin startete Frau Lottmann einen neuen Versuch das elterliche Bett zu erobern. Abersie ist gescheitert! Mama hat gemeckert und das Kind hat fürchterlich geweint.
Inzwischen schläft sie in ihrem Bett. Viel Überredungskunst und vor allem Licht haben geholfen sie zu überzeugen, dass ihr Bett gar nicht so schlecht ist. Vielleicht hat sie inzwischen Angst im Dunkeln (dabei hat sie extra eine Nachtlampe, die keine Schatten wirft). Na gut, schläft sie im Hellen, von mir aus… muss eben mal wieder eine Veränderung her



