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Nach 14 Tagen gefällt es Fräulein Lottmann noch immer gut im Kindergarten. Wunderbarst, Mama ist zufrieden.
Doch inzwischen ist es für mich gar nicht so einfach. Während ich bisher fast immer mit ihr zusammen war – oder sie bei jemandem war, der mir hinterher berichtet hat, was sie so gemacht hat – weiß ich es nun nicht mehr. Und das ist doch eine Umstellung. Sie ist nun 4 Stunden alleine, singt, bastelt, spielt oder macht irgendwas anderes – sie ist aber noch zu klein, um hinterher zu erzählen was sie so gemacht hat. Eine ganz neue Erfahrung für mich. So wächst man mit dem Kind!
Ganz ehrlich muss ich zugeben, dass ich immer froh bin, wenn ich sie abhole und sehen wie sie zwischen den anderen Kindern rumwuselt und sehe, dass es ihr sehr gut geht. Und noch froherer bin ich, wenn ich sie wieder mit nach Hause nehmen kann (und an den drei Tage an denen ich abends arbeite, könnte ich mich eine Ewigkeit neben die kleine schlafende Maus setzen udn sie einfach nur angucken wenn ich nach Hause komme – am liebsten würde ich sie dann wecken und ihr sagen was für ein großer Fan ich von ihr bin)
Die Schuhe sind schon mal angekommen, das ging ja fix:

Leider kommen sie unter einer Jeans nicht so zur Geltung, hab noch nicht den richtigen Dreh raus damit es flott aussieht, Jeans reinstecken fand ich irgendwie unschick.
Die Tasche ist bestellt – Sonnie – in braun! Viel Glück wg der Tchibotasche!!
Komme ich mal zu dem eigentlichen Thema des heutigen Eintrags: meine Tochter!
So manches Mal habe ich bisher über Entwicklungsschritte gestaunt, aber was nun innerhalb von etwa einer Woche passiert, kann ich kaum glauben. Kaum geht sie ein paar Tage in den Kindergarten ist sie vorlaut, frech, im antworten viel schneller, kesser – irgendwie viel größer oder besser gesagt reifer. Sie hat es total gut angenommen, geht super gerne hin und es fällt gar nicht auf, dass sie die Jüngste in der Gruppe ist. Wenn wir sie abends abholen, hat sie es in keinster Weise eilig nach Hause zu kommen. Und ich muss sagen, es macht mich ganz schön stolz, dass sie das alles so cool mitmacht!!
Mann nicht da, Kind nicht da, Radio aus. Ich höre nix. Nullkommanix. Gar nix. Es fühlt sich gut an!
Lotti Lottmann ist sofort mit den anderen Kindern abgedampft und ich habe mich ein bißchen mit den Erzieherinnen unterhalten. Nach einer halben Stunde hab ich Lotti gefragt, ob ich gehen darf. Klaro, Küßchen und ab die Post.
Und nun sortiere ich gerade meine Buchhaltung, surfe im Internet, räume auf, bastel an den nächsten Lederpuschen fürs Kind und überlege was ich morgen außer ein bißchen Wochenendeeinkauf machen werde.

Der erste Kindergartentag fühlt sich für Mama gut an – Anfang der Woche sah es noch gar nicht so gut aus, denn das Kind hat sich die erste Herbsterkältung eingefangen. Doch heute war alles im grünen Bereich, die eine Patentante rief noch an und wünschte viel Spaß (herzlichen Dank dafür!!), die andere empfing uns gleich im Kindergarten. Und nun wird Klein Lotti lernen sich durchzusetzen, zurückzustecken, abzugeben, wird Lieder singen, Freunde finden, sich streiten und die ganzen anderen wunderbaren Dinge, die dazugehören, wenn man groß wird.
Ach ist das schön!
Nun beginnt auch für Fräulein Lottmann auch der Ernst des Lebens, sie kommt in den Kindergarten!
Wir hatten heute den ersten Schnuppertag. Eigentlich wollten wir uns nur kurz die Gruppe zeigen lassen und gesagt bekommen was wir alles brauchen und mitbringen sollen. Und das Ende vom Lied war, dass ich alleine in die Stadt gefahren bin, weil das Kind unbedingt dort bleiben wollte. Sie war ca. 7 mal auf Klo und die Erzieherin durfte ihr auf keinen Fall helfen (unter uns: ich glaube sie fand es einfach nur toll, dass die Toiletten so klein sind und dass sie ohne Hilfe Hände waschen kann - vielleicht war sie auch ein bißchen aufgeregt). Mein Glück ist, dass sie zu ihrer Freundin Hedda in die Gruppe kommt. Da kennt sie gleich jemanden. Singen inkl. Gitarrenbegleitung fand sie super, so dass ich auf dem Flur noch länger auf sie gewartet habe. Die restlichen Kinder gingen danach raus und sie wollte so gerne dort bleiben. Nach ein bißchen überreden, konnte ich sie doch überzeugen mit nach Hause zu kommen. Nun müssen wir noch bis Oktober warten, dann darf sie jeden Tag hingehen und ich hoffe, dann mag sie auch noch so gerne dableiben!
Ich habe dann auf einmal viel Zeit für mich, den Haushalt, meine Arbeit und – was ich sonst noch so mache weiß ich noch nicht. Werde es mal auf uns zukommen lassen. Aber ich freue mich, dass es so kurzfristig geklappt hat – ich habe nämlich wieder angefangen zu arbeiten – hab ich ja noch gar nicht berichtet!

